Produkte im Wandel: PVC-Böden

Kaum zu glauben, aber wahr: Fußböden aus PVC (Polyvinylchlorid) wurden bereits 1853 entwickelt und werden seit 1937 in industrieller Großproduktion hergestellt. Einen wahren Boom erlebte dieser strapazierfähige, pflegeleichte und zugleich kostengünstige Belag in Deutschland in den Nachkriegsjahren.

Mit dem PVC von früher haben die aktuell sehr stark nachgefragten modernen Vinyl-Design-Bodenbeläge, die heute meist unter LVT oder Vinyl produziert werden, nur noch wenig gemeinsam. Statt weniger gedeckter Dessins gibt es heute eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Ausführungen, Mustern, Farben und Oberflächen. Im Trend liegen beispielsweise Oberflächen mit Holz- oder Steinoptik. Aus PVC geschäumte Bodenbeläge, die eine strukturierte Oberfläche haben, werden als CV-Bodenbeläge (Cushioned Vinyls) vermarktet.

Die Vorteile aller PVC-Böden: Sie sind ausgesprochen dünn und kommen daher mit ein geringen Aufbauhöhen aus, zudem sind die glatten Böden sehr leicht zu reinigen. Ihre Nachteile: Sie sind reine Kunststoffprodukte und enthalten Weichmacher. Ihre rückstandsfreie Entsorgung ist heutzutage möglich, wenn auch schwieriger als bei Linoleum oder Holz-Fußböden.